1. Beim Autokauf auf den Verbrauch achten
Wenn du ein Auto kaufst, beachte den angegebenen „offiziellen
Kraftstoffverbrauch“. Ein niedriger Verbrauch schont nicht nur die
Umwelt, sondern auch deine Geldbörse. Zum Beispiel erspart ein
Verbrauch von 6 statt 7 Liter pro 100 km bei einer Fahrleistung von
15.000 Kilometern 165 Euro!
2. Nach dem Starten sofort losfahren
Im kalten Zustand verbraucht jeder Motor deutlich mehr Sprit.
Deshalb immer gleich nach dem Start losfahren. Den Motor „warm“ laufen
zu lassen, ist übrigens verboten. Im Kraftfahrgesetz (KFG § 102, Abs.
4) heißt es: „Der Lenker darf mit dem von ihm gelenkten Kraftfahrzeug
[...] nicht mehr Rauch, üblen Geruch oder schädliche
Luftverunreinigungen verursachen, als bei ordnungsgemäßem Zustand und
sachgemäßem Betrieb des Fahrzeuges unvermeidbar ist.“
3. Niedrigtourig fahren
verringert den Verbrauch. Je höher die Drehzahl, umso mehr Sprit frisst der Motor.
4. Sprit sparen durch langsam fahren
Die meisten Autos haben den günstigsten Verbrauch bei 60 bis 80 km/h
im höchsten Gang. Bei zunehmender Fahrgeschwindigkeit nimmt durch den
steigenden Luftwiderstand der Verbrauch zu. Wer 150 statt 130 km/h
fährt, verbraucht um 2 Liter pro 100 km mehr Sprit, Tempo 100 statt 130
spart 2 Liter pro 100 km.
5. Mit hohem Gang fahren
Schalte möglichst früh hoch und möglichst spät herunter, mit hoher
Motordrehzahl zu fahren, hebt den Spritverbrauch. Sind stärkere
Beschleunigungen nötig, ist Gangspringen zu empfehlen: 1 – 3 – 5. Im
Stadtverkehr spätestens bei 2000 Umdrehungen /min in den nächsten Gang
schalten.
6. Vorausschauend fahren
Wer genügend Abstand zum Vorderwagen hält, ist nicht nur sicherer
unterwegs, sondern kann Tempounterschiede besser ausgleichen.
Ampelquerphasen beobachten, rechtzeitig auskuppeln und rollen lassen.
Anfahren und beschleunigen verbrauchen viel Sprit.
7. Reifen mit geringem Rollwiderstand:
Der VCÖ empfiehlt Reifen, die den Ansprüchen des „Blauen Engels“ entsprechen (Liste siehe: www.umweltbundesamt.de ).
8. Reifendruck kontrollieren
Zu wenig Luftdruck lässt nicht nur den Reifen schneller
verschleißen, sondern treibt auch den Spritverbrauch in die Höhe.
Kontrolliere daher öfter den Luftdruck in den Reifen. Hoher Reifendruck
verringert den Spritverbrauch.
9. Motor abstellen bei Wartezeiten
Die Leerlaufphase ist extrem schadstoffreich. Deshalb Motor
abstellen, wenn er nicht gebraucht wird. Zur Minimierung des
Treibstoffverbrauchs ist das Abstellen des Motors bereits ab zehn
Sekunden Leerlauf sinnvoll, wird die höhere Motorabnutzung bei
mehrmaligen Starten berücksichtigt, ist das Abstellen ab einer Minute
Wartezeit sinnvoll. Wichtig: Nur bei betriebswarmem Motor abstellen.
10. Stromfresser ausschalten:
Eine Klimaanlage erhöht den Verbrauch im Stadtverkehr um bis zu 1,8 Liter pro 100 Kilometer.
11. Gepäckträger nach Gebrauch abnehmen
Ein Gepäckträger am Autodach hebt den Verbrauch vor allem bei höheren Geschwindigkeiten nochmals bedeutend.
12. Keine unnötigen Lasten spazieren führen
Das Auto soll kein Lager sein. Gegenstände, die du nicht benötigst,
solltest du daher zu Hause lassen. 100 Kilogramm können einen
Mehrverbrauch von bis zu 0,6 Liter pro 100 km verursachen.
13. Auto-Check
Sorge dafür, dass dein Auto in einem einwandfreien technischen
Zustand ist. Ein verdreckter Luftfilter, alte Zündkerzen oder eine
fehlerhafte Elektrik reduzieren die Motorleistung und können den
Verbrauch gewaltig in die Höhe treiben. Deshalb regelmäßig ein Service
machen und die ideale Motorleistung überprüfen lassen.
14. Kurzstrecken vermeiden
Ein Mittelklassewagen verbraucht direkt nach dem Start 30 bis 40 Liter Sprit / 100 km, nach einem Kilometer 20 Liter/100 km.
Erst
nach vier Kilometer hat der Motor den optimalen Verbrauch. In
Österreich ist jede 2. Autofahrt kürzer als vier Kilometer. Der VCÖ
empfiehlt: Kurze Strecken mit dem Rad fahren!
15. Wenn möglich öffentlichen Verkehr benutzen
Für PendlerInnen gibt es stark ermäßigte Monats- und Jahreskarten.
Mein Nachbar lässt den Motor immer warm laufen und verpestet damit die Luft. Darf er das?
Nein, den Motor „warm“ laufen lassen ist verboten.
Im Kraftfahrgesetz (KFG § 102, Abs. 4) heißt es: „Der Lenker darf
mit dem von ihm gelenkten Kraftfahrzeug [...] nicht mehr Rauch, üblen
Geruch oder schädliche Luftverunreinigungen verursachen, als bei
ordnungsgemäßem Zustand und sachgemäßem Betrieb des Fahrzeuges
unvermeidbar ist.“
Am besten den Nachbarn darauf hinweisen. Wenn es keine Besserung gibt, dann an die Polizei wenden.